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Neue Richtlinien für Kreditkarten

Ausnahmsweise handelt es sich bei der neuesten Begebenheiten nicht um eine gesetzliche Änderung. Seit dem 22. April 2017 geben Mastercard und Visa die Richtlinien zum Einsatz der Kreditkarten heraus. Die neuen Richtlinien für Online-Händler gelten für Anbieter die Kreditkarten-Zahlungen im Shop anbieten. Folgende Angaben sollen künftig auf der Check-out-Seite des Shops ersichtlich gemacht werden:


  • Herkunftsland des Händlers
  • Anschrift und Kontaktdaten
  • Kontaktinformationen zum Kundenservice (E-Mail-Adresse und Telefonnummer) Liefer- und Rückgabebedingungen
  • Beschreibung des Warenkorbinhaltes
  • Hinweis auf die Transaktionswährung
  • Wird ein Onlineshop in mehreren Ländern betrieben, muss der Übergang auf den Onlineshop des anderen Landes für den Kunden klar gekennzeichnet und ersichtlich sein
  • Darstellung der jeweiligen Kreditkartenlogos in Farbe
  • Regeln des Online-Händlers für den Versand von Waren in gesplitteten Lieferungen
  • Hinweis auf mögliche Ausfuhrbeschränkungen
  • Angaben zum Datenschutz und dem Umgang mit Kreditkartendaten

Der Händler müsse auch sicherstellen können, dass Karteninhaber verstehen, dass der Händler für die Transaktion verantwortlich ist.


Umsetzung


Bei gesetzlichen Vorschriften gelten strenge Anforderungen an die Darstellung der Pflichtinformationen. Die Kreditkartenanbieter sind hier jedoch etwas ungezwungener eingestellt. Den Shop-Betreiber werden mehr oder weniger freie Hand gelassen damit sie sich grafisch von anderen Anbietern differenzieren können. Nur die Darstellung der entsprechenden Logos ist vorgegeben.


Fazit


Die zahlreichen Anpassungen im Shop werden teilweise auch finanzielle Auswirkungen haben. Bei Nichtumsetzung bleibt somit die Frage bestehen, onb mit Konsequenzen zu rechnen ist. Die Richtlinien sind jedoch kein „echtes“ Gesetz. Somit können Verstöße nicht kostenpflichtig abgemahnt werden. Allerdings können Komplikationen mit den Kreditkartenanbietern auftreten bezüglich der eigenen Richtlinien.


Bußgelder bei Verstößen können die Kreditkartenorganisationen verhängen. Händlern sollte daher die Richtlinien einhalten, da sonst die Verträge mit den Zahlungsdienstleistern gekündigt werden können.